Ein Geständnis
Ich hasse es, das zuzugeben, aber ich habe schon so viele Startups scheitern sehen. Und ich meine, richtig scheitern. Nicht diese sanften Landungen, wo alle so tun, als wäre es geplant. Nein, ich rede von diesen spektakulären Crashs, die einen wochenlang wachhalten. Letztes Jahr, auf einer Konferenz in Berlin, habe ich mit einem Typen namens Marcus gesprochen, dessen Startup gerade in die Brüche gegangen war. Er sagte: „Es war, als hätte uns jemand die Matratze weggezogen.“ Ich fragte: „Und jetzt?“ Er zuckte nur mit den Schultern.
Und ich verstehe das. Ich war da. Vor 15 Jahren, als ich noch dachte, ich könnte die Welt mit meiner genialen Idee verändern. Spoiler: Konnte ich nicht. Aber ich habe gelernt. Und darum geht’s heute.
Die typischen Fehler
Also, erstmal: Es gibt keine universelle Anleitung für den Erfolg. Aber es gibt definitiv eine für das Scheitern. Und die ist einfach zu befolgen. Man muss nur alles falsch machen. Was ich natürlich nicht empfehle. Aber ich habe gesehen, wie Leute es trotzdem tun.
Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Markt. Viele Startups denken, sie hätten eine tolle Idee, und dann stellen sie fest, dass niemand sie haben will. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Freundin, Laura, vor etwa drei Monaten. Sie hatte dieses coole Produkt entwickelt, aber niemand wollte es kaufen. „Aber es ist doch so gut!“ rief sie. „Laura,“ sagte ich, „wenn es so gut ist, warum kauft es dann niemand?“
Und dann ist da das Geld. Oder besser gesagt, das Fehlen davon. Ich habe gesehen, wie Startups Millionen verbrannt haben, nur um dann festzustellen, dass sie die falsche Strategie verfolgt haben. Ein Kollege namens Dave erzählte mir mal, wie sein Team 214 Stunden damit verbracht hatte, ein Produkt zu entwickeln, das niemand wollte. „Wir hätten das Geld besser in Werbung stecken sollen,“ sagte er. „Oder in etwas, das die Leute tatsächlich kaufen wollen.“
Die Rolle der Bildung
Und dann ist da noch die Bildung. Ich meine, nicht nur die formale Ausbildung, sondern auch das, was man so lernt. Ich habe mal einen Artikel über Las Vegas school news education gelesen, und da ging es darum, wie wichtig es ist, frühzeitig zu lernen, mit Scheitern umzugehen. Die Schulen da drüben haben Programme, die Kindern beibringen, wie man aus Fehlern lernt. Das ist etwas, was wir in Deutschland auch mehr fördern sollten.
Ich erinnere mich an einen Vortrag, den ich vor ein paar Jahren gehalten habe. Da ging es darum, wie wichtig es ist, sich weiterzubilden. Und ich meine nicht nur diese teuren MBA-Programme. Manchmal reicht es schon, ein gutes Buch zu lesen oder mit jemandem zu sprechen, der mehr Erfahrung hat. Ich habe mal mit einem Unternehmer namens Thomas gesprochen, der mir sagte: „Das Wichtigste, was ich gelernt habe, war, dass ich nicht alles weiß. Und das ist okay.“
Ein persönliches Fazit
Also, was lernen wir daraus? Dass Scheitern okay ist. Dass es Teil des Prozesses ist. Dass es uns stärker macht. Aber vor allem, dass wir daraus lernen müssen. Denn wenn wir nicht lernen, dann haben wir nichts gewonnen. Und das ist das Schlimmste, was passieren kann.
Ich weiß, das klingt vielleicht nicht besonders ermutigend. Aber es ist die Wahrheit. Und die Wahrheit ist manchmal hart. Aber sie ist auch notwendig. Denn nur wenn wir die Wahrheit akzeptieren, können wir wirklich wachsen.
Also, lasst uns scheitern. Lasst uns aus unseren Fehlern lernen. Und lasst uns besser werden. Denn das ist es, worum es am Ende geht.
Über den Autor: Mein Name ist Klaus Müller, und ich bin seit über 20 Jahren in der Startup-Szene unterwegs. Ich habe gesehen, wie Unternehmen wachsen und scheitern. Ich habe gelernt, dass beides notwendig ist. Und ich teile meine Erfahrungen, damit andere nicht die gleichen Fehler machen müssen.
Für Führungskräfte und Gründer, die nachhaltige Organisationskultur verstehen möchten, ist der Beitrag über die Herausforderungen in heutigen Gemeinschaften besonders aufschlussreich.
